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Die 40. Mineralientage München

Neue Messe München
vom 31. Oktober bis 2. November 2003

Sie finden bei uns auch Informationen zu den kommenden Mineralientagen in München (28. bis 30. Oktober 2005).
Eine überrraschende Farbenwelt verbirgt der Schwarze Turmalin in seinem Innern. Auf der Sonderschau der 40. Mineralientage München geben eine Vielzahl von Längs- und Querschnitten durch den Schörl, wie der Schwarze Turmalin auch genannt wird, faszinierende Einblicke in seine vielfarbige und gestaltreiche Innenwelt. Foto: Paul Rustemeyer

Eine überrraschende Farbenwelt
verbirgt der Schwarze Turmalin in seinem Innern. Auf der Sonderschau der 40. Mineralientage München geben eine Vielzahl von Längs- und Querschnitten durch den Schörl, wie der Schwarze Turmalin auch genannt wird, faszinierende Einblicke in seine vielfarbige und gestaltreiche Innenwelt.

Foto: Paul Rustemeyer

Doppelsonderschau Turmalin & Trilobit

Schon in grauer Vorzeit war der Dreiteiler ein erfolgreiches Outfit. 250 Millionen Jahre lang konnten sich die Trilobiten damit immerhin auf der Erde behaupten. Diesen mit einem dreigeteilten Panzer ausgestatteten, oft bizarr aussehenden Urtierchen, ist eine große Sonderschau auf den Mineralientagen 2003 gewidmet. Ihr Formenreichtum hat sie in Fachkreisen zu begehrten Sammelobjekten werden lassen. Weitere Zeugen aus frühen Zeiten werden in der Ausstellung "Riffe - Oasen der Weltmeere" des Paläontologischen Museum Münchens gezeigt. So erfährt man, dass die Kletterlandschaften der Fränkischen und Schwäbischen Alb als Riffe unter Wasser, nämlich im Urmeer Tethys entstanden sind, das vor 150 Millionen Jahren Bayern bedeckte. Nicht zurück, sondern nach innen, in das fantastische Innenleben des Schwarzen Turmalin führt die zweite Sonderschau der Mineralientage. Vielfarbige Zauberwelten verbirgt der Schwarze Turmalin unter seinem unscheinbaren Äußeren. In filigranen Quer- und Längsschnitten werden sie ans Licht geholt. Welche Kraft und Heilwirkung von Steinen ausgehen kann, und wie er diese für sich nutzen kann, erfährt der Besucher u.a. in einem mit Heilsteinen ausgestatteten Feng-Shui-Beratungsareal und bei den sieben Erdenhütern, einmaligen Riesenkristallen. Über 750 Aussteller aus aller Welt verleihen auch dieses Jahr den Mineralientagen ihren bekannten internationalen Flair. Sie präsentieren Schätze, die weit über die Vielfalt in Museen hinausgehen, und bieten außerdem ein großes Angebot an Fossilien, Steinen oder Schmuck zum Verkauf an. Am 31. Oktober um 9 Uhr öffnen die Mineralientage zum 40. Mal ihre Tore. Wie immer ist der erste Tag dem Fachpublikum vorbehalten. Am 1. und 2. November steht Europas größte Schau für Mineralien dann jedermann/-frau/-kind offen.


Das Programm im Einzelnen

Zeugen aus frühen Zeiten

Trilobiten - die unbekannten Urtierchen

Aus der Haut fahren
musste ein Trilobit bei jedem Wachstum, da er ein Außenskelett besaß. Er klappte dazu seinen Kopfschild an der vorgesehenen Sollbruchstelle auf und konnte dann, seinen alten Panzer abstreifend, nach vorne heraus­krabbeln. Aus diesen Grunde kann man davon ausgehen, dass die meisten gefundenen Fossilien von Trilobiten so genannte Exuvien, also Häutungshemden sind. Auf der Sonderschau der 40. Mineralientage München werden einmalige Trilobiten-Funde aus aller Welt und besonders skurrile Formen aus Marokko präsentiert. Foto: Rainer Bode

Aus der Haut fahren
musste ein Trilobit bei jedem Wachstum, da er ein Außenskelett besaß. Er klappte dazu seinen Kopfschild an der vorgesehenen Sollbruchstelle auf und konnte dann, seinen alten Panzer abstreifend, nach vorne heraus­krabbeln. Aus diesen Grunde kann man davon ausgehen, dass die meisten gefundenen Fossilien von Trilobiten so genannte Exuvien, also Häutungshemden sind. Auf der Sonderschau der 40. Mineralientage München werden einmalige Trilobiten-Funde aus aller Welt und besonders skurrile Formen aus Marokko präsentiert.

Foto: Rainer Bode

Als Promi-Fossilien kann man sie wahrlich nicht bezeichnen. Und doch haben sie eine für den Menschen unvorstellbare Zeitspanne, ungefähr 250 Millionen Jahre lang, die Erde, besser gesagt die Weltmeere, bevölkert. Am Ende des Perms (290-250 Millionen Jahre vor heute) starben sie aus, obwohl sie hochentwickelt und an die unterschiedlichsten Lebensräume angepasst waren. Außer im Süßwasser lebten Trilobiten sowohl in tropischen Meeren, als auch in Flachwasser und in der Tiefsee. Das Wort Trilobit (Dreilapper) bezieht sich auf die typische Dreiteilung des Panzers. Die frühen Arten sehen noch recht primitiv aus und erinnern an die heutigen Kellerasseln. Mit der Zeit entwickelte sich ein riesiger Formenreichtum mit immer neuen Verzierungen, Stacheln und anderen bizarren Fortsätzen. Manche dieser Urtiere entwickelten sich mit über 70 Zentimetern zu wahren Riesen, andere waren nur wenige Millimeter groß.

Trilobiten bilden eine eigene Klasse im Stamm der Gliederfüßer (Arthropoden); sie sind aber weder mit den Spinnentieren noch mit den Krebsen verwandt. Trotz der nun mehr als 200 Jahre andauernden Trilobitenforschung ist über sie längst noch nicht alles bekannt. 15.000 Arten kennt man bis jetzt, und es werden jedes Jahr neue entdeckt. In vielen Trilobitenfundstellen und auch in den privaten Sammlungen wird noch mancher ungehobener Schatz zu entdecken sein und die ständig wachsende Zahl an Fossilienliebhabern, Sammlern und auch Berufspaläontologen begeistern. Auf den Mineralientagen 2003 werden vor allem Vorkommen aus Marokko wie auch aus dem Urmeer Tethys gezeigt, das sich während des Kambriums (590 - 500 Millionen Jahre vor heute) auch über das heutige Böhmen (Barandé) erstreckte. Die beste Trilobitensammlung der Welt wurde in Japan zusammengetragen. In München werden Teile hieraus zu sehen sein.

Unterwasserlandschaft Bayern

Der Müllersfelsen bei Streitberg, die Zwölf-Apostel-Felsen im Altmühltal bei Esslingen oder die mächtigen Dolomitfelsen der Weltenburger Enge am Fuße der Befreiungshalle bei Kelheim: All diese massigen Kalkstotzen sind Zeugen einer zur Oberjura-Zeit (160-140 Millionen Jahre vor heute) ganz Bayern bedeckenden Untermeeres-Rifflandschaft. Durch Erdkrustenbewegungen und Verwitterung an die Erdoberfläche gebracht, prägen diese Riffrelikte heute - oft zur Freude von Klettersportlern - die Landschaft der Fränkischen und Schwäbischen Alb. Auch die berühmten Solnhofener-Plattenkalke sind in dieser Riffperiode entstanden. Die auf den Mineralientagen 2003 gezeigte Ausstellung „Riffe - Oasen der Weltmeere“ wurde vom paläontologischen Museum zusammen mit dem GeoBio-Center der Ludwig-Maximilians-Universität München konzipiert. Neben den heutigen Riffen der tropischen Meere und einem generellen Überblick über die Evolution der Riffe werden vor allem Bayern und die Alpen als Regionen mit fossil überlieferten Riffen vorgestellt.

Steine mit inneren Werten

Verborgene Wunderwelten im Schwarzen Turmalin

Dass der Schörl, wie der Schwarze Turmalin genannt wird, in seinem Innern das Geheimnis herrlicher Farben birgt, wurde erst im Jahr 2001 entdeckt. Auf den Mineralientagen 2003 wird seine faszinierende Innenwelt zum ersten Mal der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht. So zeigt die Abfolge von Querschnitten eines Kristalls überraschende Form- und Farbwandlungen, die sich in ebenso schöner wie komplizierter Weise durchdringen. Als wiederkehrendes Bildungsgesetz tauchen verschiedenfarbige Dreiecke auf, die in ihrem Innern einen in Farbe und Form scharf abgesetzten dreistrahligen Stern tragen. Kenner sehen im Turmalin die Blume der mineralischen Welt, nennen ihn in einem Atemzug mit Gold (als dem edelsten Metall) und Diamant (als das höchste Nichtmetall). Seine außerordentliche Komplexität in der chemischen Zusammensetzung und in der Kristallstruktur wurde erst in den letzten Jahrzehnten völlig erschlossen.

Die Turmalin-Sonderschau der diesjährigen Mineralientage präsentiert vor allem Vorkommen aus Brasilien, Madagaskar und der Insel Elba. Neben dem geheimnisvollen schwarzen Schörl werden auch wunderschöne, farbige Turmaline zu sehen sein.

Feng Shui und die Kraft der Steine

Mit einem begehbaren BaGua wird Martina Fuchs auf den Mineralientagen 2003 die von ihr entwickelte Technik Feng Shui JingÒ vorstellen. Darin hat sie die heilende Kraft der Steine mit der Energielehre Feng Shui verbunden. Die "Energielandkarte" eines Raumes, wie Fuchs BaGua gerne übersetzt, ist farblich ganz nach den Prinzipien der chinesischen Erfahrungslehre gestaltet. Auf 36 Quadratmetern können die Besucher sehen und erleben, welche Mineralien und Kristalle sich besonders eignen, um ihrem Leben neuen Schwung zu geben, beispielsweise im Beruf oder in der Partnerschaft. Sicherlich kann Martina Fuchs mit diesem Energieraum auch Menschen begeistern, die noch nicht vom Feng Shui-Virus angesteckt sind. Die Expertin, Beraterin und Autorin hat in der Jahrtausende alten Lehre von Raum- und Erdenergien ihre Berufung gefunden. Sie möchte die Menschen für die Arbeit mit Energien sensibilisieren und ihnen zeigen, wie sie ihre inneren und äußeren Räume in Zentren der Kraft und Freude verwandeln können.

Die Botschaft der Erdenhüter - "sprechende" Riesenkristalle

In einer alten Legende wird erzählt, dass einst Lichtwesen Gefallen an dem wunderschönen blauen Planeten gefunden und ihn mit allerlei Lebewesen, darunter auch den Menschen, besiedelt hatten. Da für sie Zeit nicht existierte, konnten sie erkennen, dass die Menschen sich irgendwann in der Zukunft gegen ihre eigene Wohnstatt, die Erde, wenden würden. Bestürzt beschlossen sie, die Entwicklung der Menschen zu beobachten und, wenn es geboten schien, in ihre Handlungen einzugreifen. Um bis zu diesem Zeitpunkt des Handelns überdauern zu können, schufen sie sich unvergängliche Körper in Form von riesigen Kristallen und verbargen sich tief in der Erde.

Wolfgang Hahl, Seminarleiter und Autor, hat den Ruf der Riesenkristalle vernommen. Er möchte die Botschaft der Giganten aus Licht und Stein weitergeben und ihre heilenden Kräfte allen Menschen zugänglich machen. Auf den diesjährigen Mineralientagen wird er in Halle A4 eine Installation seiner seit Jahrzehnten zusammengetragenen und oft unter abenteuerlichen Umständen erworbenen Erdenhütern präsentieren.

An die Heilkraft von Steinen ...

... muss man nicht unbedingt blind glauben. Jeder kann es ausprobieren und für sich erfahren, wie es sich damit verhält. Voraussetzung ist allerdings dabei, völlig offen gegenüber dem Ergebnis zu sein. Außerdem ist es wichtig, sich mit den Steinen und ihren möglichen Wirkungen zu beschäftigen. Dazu gibt es viele gute Bücher - eine individuelle Beratung können diese aber nicht ersetzen. Auch in diesem Jahr werden auf den Mineralientagen Vertreter des Steinheilkundevereins und andere Experten den Besuchern für eine seriöse Beratung zur Verfügung stehen. Heilen mit Steinen ist ein Thema, das auf den Mineralientagen immer wieder große Aufmerksamkeit erfährt. Es ist ein Gebiet, das bei uns noch relativ wenig erforscht und anerkannt ist und das beispielsweise Heilpraktikern wertvolle Anregungen für ihre Therapien geben kann.

Auch im "Forum Minerale", der Showbühne auf den Mineralientagen, wird es zu diesem Thema wieder interessante Vorträge geben, unter anderem mit dem renommierten Steinheilexperten und Autor Michael Gienger.

Der Skarabäus als Münchner Glückstein 2003

Auch wenn ihn sicher noch nicht jedermann mit eigenen Augen gesehen hat, ist der unermüdlich seine Kugel rollende Käfer vielen als Glücksbringer ein Begriff. Ein interessanter kleiner Geselle mit großer Ausdauer und einem erstaunlichen Gleichgewichtsgefühl.

In Ägypten wurde der Skarabäus sehr früh mit den schöpferischen Kräften der aufgehenden Sonne und dem Ideenkreis der ewigen Wiedergeburt assoziiert. Der Anblick des Mistkäfers, der sich rückwärts aus dem Sand herausschafft und ein rötliches Kügelchen hinter sich herzieht, beschwor die Vorstellung der von Osten nach Westen ziehenden Sonne. Häufig wurde deshalb der Sonnengott Chepri mit Skarabäenkopf dargestellt. So wurde der Skarabäus zu einem wirksamen Amulett und einem beliebten Schmuckstück. In verschiedenen Größen und Materialien können sich in diesem Jahr die Besucher den Skarabäus als Münchner Glücksstein erwerben. Der Erlös aus dem Verkauf des 6. Münchner Glückbringers geht wieder an die Aktion Sternstunden, die Not leidenden Kindern hilft.

Mitmach-Aktionen

Auf der Trilobiten-Sonderschau können besondere Prachtstücke an Fossilien bewundert werden. Selbst Hand anlegen dürfen Kinder und Jugendliche dagegen in der Halle A4, in der auch in diesem Jahr wieder viele Experten beim Präparieren von Fossilien mit Rat und Tat zur Seite stehen werden. Die Rohtrilobiten, die bearbeitet werden dürfen, werden eigens dafür aus Marokko geholt. Das Goldwaschen mit echten Nuggets und das beliebte Speckstein-Schnitzen dür­fen natürlich auch nicht fehlen. Sie sind die alljährlichen Highlights für unsere jüngeren Messebesucher.


Unser Messebericht

Am 31. Oktober waren wir auf der Messe in München. Hier schon einmal einige Fotos. (Zum Vergrößern auf das Bild klicken.)

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Daten

Ausstellungsort: Neue Messe München
Halle A4, A5, A6 (Eingang Ost)
Messegelände
81823 München
Deutschland
Ausstellungsdauer:
  • am 31. Oktober 2003 für das Fachpublikum (GEOFA)
  • am 1. und 2. November 2003 für die Öffentlichkeit (BÖRSE)
Öffnungszeiten 9 bis 18 Uhr
Tageseintrittspreise (BÖRSE)
  • Erwachsene: EUR 10,00
  • Jugendliche (6 - 16 J): EUR 5,00
  • Kinder (bis 5 J): Eintritt frei
Messekatalog: mit Ausstellerverzeichnis, ca. 270 Seiten, 4farbig, EUR 28,00
Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln: U2, Haltestelle Messestadt Ost (Endhaltestelle)

Weitere Informationen

Nähere Informationen zu der Ausstellung finden Sie auf der Internetseite der Mineralientage.

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